Plasma-Vaporisation
Die TURis Plasma-Vaporisation (Transurethrale Resektion in Kochsalz-Lösung ) stellt das innovativste operative Verfahren zur Therapie der benignen Prostata-Hyperplasie dar. Mit Hilfe des bipolar geführten Hochfrequenzstroms bildet sich durch Vaporisation der physiologischen Kochsalzlösung ein dünner Gasmantel (Dampfpolster) um die Elektrode, auf dem die Elektrode berührungslos über das Gewebe gleitet („Hoovering/Schwebe"-Technik).

Mittels kurzem elektrischen Startimpuls (< 100 ms) wird aus dem Gas anschließend ein konstantes Plasma generiert (= Plasmazündung). Die Energie des Plasmas überträgt sich auf die Zellen des Prostatagewebes und führt zu dessen lokal begrenzter Vaporisation. Der Zellverbund wird dabei schonend aufgelöst. Aufgrund fehlender Hitzeentwicklung auf das umliegende Gewebe bezeichnet man diesen Prozess auch als „kalte" Vaporisation.


Die moderne Plasmatechnologie ermöglicht auf diese Weise die gezielte Vaporisation von oberen Gewebeschichten, ohne umliegendes Gewebe und Nerven unnötig thermisch zu belasten. Die thermische Eindringtiefe der Plasma-Vaporisation ist mit circa 0,20 mm geringer als bei der monopolaren Standard-TUR-P. Durch zeitgleiche Koagulation der Gewebeoberfläche hinterlässt die Vaporisations-Elektrode glatte Oberflächen und ermöglicht eine nahezu blutungsfreie Gewebeablation. Aufgrund der guten Koagulationseigenschaften ist das Verfahren insbesondere für die Behandlung von Männern mit erhöhtem Blutungsrisiko (z. B. durch Antikoagulantien-Therapie) geeignet, erhöht aber Sicherheit und Komfort für alle Patienten.

