Beckenbodenzentrum

Wir betreiben gemeinsam mit unseren gynäkologischen Kollegen Herrn Jacek Goldzinski und Frau Dr. Liane Humann-Scheuenstuhl ein Zentrum um die vielfältigen Störungen des weiblichen Beckenbodens optimal therapieren zu können.


Im folgenden wollen wir Ihnen die Krankehitsbilder näherbringen.

Beckenbodeninsuffizienz – Beckenbodenrekonstruktion

Die verschiedenen Formen der Beckenbodeninsuffizienz

1. Scheidenstumpfvorfall

Dieser tritt auf, wenn das Gewebe nicht mehr genügend gestützt wird. Hierbei senkt sich der oberste Teil der Vagina (Apex) ab und zieht in der Folge den Rest der Scheide in den Vaginalkanal hinab oder sogar aus der Vagina heraus.

2. Gebärmuttervorfall (Prozidenz)

Hierbei senkt sich die Gebärmutter, aufgrund einer fehlenden Unterstützung durch das Gewebe im Beckenbereich, in die Scheide hinein.

3. Blasenvorfall (Zystozele)

Diese entsteht, wenn die Wand zwischen Blase und Vagina geschwächt ist, so dass sich die Blase in die Vagina hineinwölbt oder vorfällt.

4. Harnröhrenprolaps (Urethrozele)

Bei einer fehlenden Unterstützung durch die Harnröhre (Urethra), welche den Urin von der Blase aus dem Körper transportiert, sackt bzw. wölbt sich die Harnröhre in die Vagina.

5. Rektumvorfall (Rektozele)

Hiervon spricht man, wenn sich die untere hintere Vaginalwand, durch das Einsacken sowie durch den Druck der Vorderwand des Rektums verursacht, in die Scheide vorfällt oder sich hineinwölbt.

6. Darmbruch/Dünndarmvorfall (Enterozele)

Dieser tritt auf, wenn sich der Dünndarm in die obere hintere Vaginalwand wölbt.    

Ursachen

Von einem Beckenorganvorfall sind fast ausschließlich erwachsene Frauen betroffen. Er kann durch geschwächte oder beschädigte Beckenmuskeln oder -bänder hervorgerufen werden. Zu den häufigsten Ursachen hierfür zählen:

Schwangerschaft
Geburt

Häufig kann die Belastung und Anstrengung der Geburt (insbesondere Mehrfachgeburten, lange oder schwierige Entbindungen) Ihre Beckenmuskulatur sowie –bänder schwächen oder schädigen.

Vorherige Operationen

Chirurgische Eingriffe, speziell im Beckenbereich, können Ihre Muskulatur und anderes Stützgewebe beeinträchtigen. Besonders hervorzuheben ist die Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie), da bei dieser oftmals wichtige Stützbänder entfernt werden.

Fettleibigkeit (Adipositas)

Zusätzliches Gewicht kann Ihre Muskulatur im Beckenbereich überdehnen und diese im Laufe der Zeit erheblich schwächen.

Alter

Mit zunehmendem Alter können die Beckenmuskulatur und –bänder nachlassen. Infolgedessen nimmt das Risiko für einen Prolaps zu; es verdoppelt sich für jedes Lebensjahrzehnt. So ist die Hälfte aller Frauen über 45 Jahren betroffen.

Menopause
Chronisches schweres Heben
Husten
Ethnische Abstammung

Studien zufolge tritt ein Scheidenvorfall bei Frauen nordeuropäischer Abstammung häufiger auf, als bei Frauen afrikanisch-amerikanischer Abstammung. Hispanische und asiatische Frauen zeigen ein höheres Risiko an einem Blasenvorfall (Zystozele) zu erkranken.

Genetische Veranlagung

Studien belegen, dass die Erkrankung an einem Scheidenvorfall auch erblich bedingt sein kann. Eine Frau, deren Mutter und Schwester einen Beckenorganvorfall erlitten hat, trägt ein höheres Risiko ebenfalls einen Prolaps zu entwickeln.     

Anzeichen & Effekte

Es muss nicht sein, dass Sie bei einem Beckenorganvorfall Symptome verspüren, er kann völlig ohne Anzeichen auftreten. Viele Frauen verspüren jedoch eines oder mehrere der nachstehenden Symptome:


Wenn Sie keine bekannte Herz- oder Nierenerkrankung haben, trinken Sie circa 2 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

  • Eine Wölbung oder eine Beule in der Scheide
  • Heraustreten der Scheide aus dem Körper,
  • ein ziehendes oder spannendes Gefühl in der Leistengegend,
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr,
  • Schmerzen, Druckgefühl, Irritationen/Reizungen, Blutungen oder Zwischenblutungen in der Vagina,
  • Harn- und Stuhlinkontinenz,
  • Probleme mit dem Stuhlgang bzw. der Darmentleerung,
  • verzögerter oder langsamer Harnfluss.

Sollten Sie eines dieser Anzeichen verspüren oder wenn Sie mehr zu dem Thema wissen möchten, dann wenden Sie sich btte an Ihren Arzt, er wird Sie gerne beraten und Ihnen mögliche medizinische Lösungen aufzeigen.

Effekte

„Ich habe das Gefühl als wäre etwas Schweres in meiner Scheide und es fühlt sich an, als würde es herausfallen. Ich habe Angst davor, zu meinem Arzt zu gehen, weil es sich so verrückt anhört. Viele Dinge werden unerträglich.”*

Ein Beckenorganvorfall ist häufig mit einem Unwohlsein verbunden. Darüber hinaus kann er viele Auswirkungen haben, die Sie in ihrem Alltag, Ihren normalen Aktivitäten und in Ihren zwischenmenschlichen Beziehungen einschränken können, wie z.B.:

  • Reduzierung Ihrer physischen Aktivitäten
  • Verzicht auf Geschlechtsverkehr
  • Harn- und Stuhlinkontinenz

Kommen Ihnen diese Situationen bekannt vor? Scheuen auch Sie sich vor einem Gespräch mit einer vertrauten Person und/oder Ihrem Arzt?

Hierfür gibt es keinen Grund! Denn, auch wenn es in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist: Sie sind nicht alleine! Es leiden weltweit schätzungsweise 34 Millionen Frauen an einem Beckenorganvorfall (im Alter ab 45 Jahren ist sogar die Hälfte der Frauen davon betroffen). Und: Sie müssen Ihr gesundheitliches Problem nicht einfach hinnehmen, es gibt gute Behandlungsmöglichkeiten, die Ihnen eine langfristige Lösung bieten.

* Diese Kommentare basieren auf dargelegten Erfahrungen aus überwachten Chatrooms, in denen Patientinnen ihre Erfahrungen austauschen. Sie geben nicht die Erfahrung einer bestimmten Patientin wieder und sind nicht charakteristisch für alle Nutzerinnen.

Prolapskorrektursysteme

Fa. AMS ( American Medical Systems )

Elevate TM: Dieses ist die neuste Entwicklung auf dem Gebiet der Prolapskorrektursysteme. Es ist ein minimal-invasives Verfahren, bei dem nur eine Inzision erforderlich ist. Es dient der Korrektur von vorderen und hinteren Defekten.
ApogeeTM: Diese ist ein Verfahren zur Suspension des Vaginalgewölbes, es sind apikale und posteriore Reparaturen der Wand möglich.
PerigeeTM: Mit diesem Verfahren wird ein Blasenvorfall (Zystozele) chirurgisch behandelt.

Der Besuch beim Arzt

Sie müssen nicht mit einem Beckenorganvorfall leben, denn dieser kann heutzutage gut behandelt werden.
Machen Sie den ersten Schritt zurück zu einem normalen Alltag! Konsultieren Sie uns für eine eingehende medizinische Untersuchung, eine Diagnose und einen Therapievorschlag.